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Die Rhein-Mosel-Halle in Koblenz ist Tagungsort der EU-Agrarminister vom 30. August bis zum 1. September. Foto: imago

Auf Einladung der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) kommen vom 30. August bis 1. September die europäischen Agrarminister zum informellen Rat nach Koblenz. EU-Landwirtschaftskommissar Janusz Wojciechowski wird an dem Treffen teilnehmen, bei dem es insbesondere um die Lehren aus der Corona-Pandemie für die EU-Landwirtschaft gehen wird.

Schwerpunkte der Beratungen beim informellen Rat sind laut Mitteilung des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL):

  • Lehren aus der Corona-Pandemie in Bezug auf die Widerstandsfähigkeit der Land- und Ernährungswirtschaft und die Aufrechterhaltung von Lieferketten sowie die Wertschätzung für die europäische Agrarproduktion
  • Einführung eines europaweit verbindlichen Tierwohlkennzeichens, das Klöckner während des deutschen Vorsitzes vorantreiben will
  • strengere Regeln auf EU-Ebene für Tiertransporte in Drittstaaten

Für die EU-Agrarminister hat der Stab des BMEL, wie bei den informellen Ratstreffen üblich, ein buntes Programm organisiert. Dazu zählen die Besichtigung des Steillagenweinbaus inklusive Drohneneinsatz und eine Moselschifffahrt sowie Vorstellung von Start-ups zum Themenkomplex Digitalisierung auf dem Acker und im Stall. Das BMEL hat sich vorgenommen, das Ressort auf der europapolitischen Bühne als fortschrittlich und zukunftsweisend vorzustellen.

Im Vorfeld der Tagung hat der Deutsche Bauernverband (DBV) ebenfalls seine Kernanliegen für den EU-Agrarministerrat formuliert. Konkret appelliert der DBV, beim Green Deal aus der Corona-Krise zu lernen und die Ernährungssicherung voranzustellen. Die Erfahrungen der Corona-Krise zeigten, wie wichtig eine eigenständige, wettbewerbsfähige und qualitativ hochwertige Erzeugung von Lebensmitteln in Europa sei. Dies werde bisher im Green Deal und in der Farm-to-Fork-Strategie völlig vernachlässigt.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 35/2020 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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