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Das Land fördert Investitionen in moderne Ausbringtechnik und Lagerkapazitäten. Foto: Dr. Robert Quakernack

Klimaschutz und Gewässerschutz gehören zu den wesentlichen agrarpolitischen Zielen der schleswig-holsteinischen Landesregierung. Dazu ist es erforderlich, die anfallende Gülle möglichst effizient, gewässerschonend und umweltgerecht zu verwenden beziehungsweise zu verteilen. Die anstehende neue Düngeverordnung verschärft die Problematik.

Der schleswig-holsteinische Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) hatte bereits Mitte Februar über die Eckpunkte der neuen Förderung im Bereich der Nährstoffeffizienz und des Nährstoffmanagements informiert. Wie das Kieler Landwirtschaftsministerium (Melund) nun bekannt gab, können interessierte Landwirte ab dem 1. April Förderanträge aufgrund des Richtlinienentwurfs stellen. Die Antragsfrist endet am 30. Juni. Danach erfolgt eine Auswahl anhand von Auswahlkriterien. Bevorzugt werden Kooperationen beziehungsweise Landwirte mit hohem Grünlandanteil beziehungsweise Landwirte in den sogenannten Roten Gebieten.

Für das Antragsverfahren stehen 4,8 Mio. €. im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" zur Verfügung, die bis Ende 2022 ausgezahlt werden sollen.

Der Fördersatz beträgt 20 % für die Anschaffung von Gülleausbringungstechnik, den Bau von Festmistlagerstätten sowie die Errichtung von Lagunen/Erdbecken zur Sammlung verunreinigter Oberflächenwasser wie Sickerwasserausträge oder Regenwasser von Hofflächen.

Ein Zuschuss in Höhe von 40 % wird für neue Lagerbehälter gewährt, die im Interesse des Klimaschutzes über feste Abdeckungen zum Schutz vor Emissionen verfügen müssen. Der Zuschuss von 40 % gilt ebenfalls für feste Abdeckungen, mit denen bestehende Behälter ausgestattet werden. Lediglich 20 % beträgt der Zuschuss für andere Auflagen wie Schwimmkörper und schwimmende Folien auf bestehenden Behältern.

Beim Neubau von Lagerkapazitäten sind die Anforderungen an die AwSV (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) zu beachten.

Die detaillierten Anforderungen an die Investitionsförderung einschließlich der Förderrichtlinie sowie Unterlagen und Merkblätter für das Antragsverfahren sind auf der Homepage des Melund sowie des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume unter dem Link "Landwirtschaft" und dann weiter unter "Förderangelegenheiten" beziehungsweise "Nährstoffmanagement" abrufbar. Dort stehen auch die Adressen für die Einreichung der Anträge. Die Anträge werden in den zuständigen regionalen Außenstellen des LLUR bearbeitet. Dort stehen auch Ansprechpartner für Nachfragen zur Verfügung.

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