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Untersuchungen haben bestätigt, der Geflügelpestvirus hat die Grenze zum Menschen übersprungen. Foto: Agrar-Press

Die Hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) hat auch in der vergangenen Woche wieder in etlichen EU-Ländern für Verluste in Geflügelbeständen gesorgt. In Deutschland betraf dies zuletzt einen Entenbestand mit knapp 17.000 Tieren bei Wriezen im Brandenburger Landkreis Märkisch-Oderland.

Im Nordosten Deutschlands tauchten in der vorigen Woche an verschiedenen Stellen neue Fälle der Geflügelpest auf. Außer in Brandenburg wurden aus dem benachbarten Mecklenburg-Vorpommern Ausbrüche gemeldet, und zwar in Privathaltungen mit Hühnern, Enten und Gänsen in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Rostock. Die zuständigen Veterinärbehörden veranlassten in allen Fällen die sofortige Keulung der betroffenen Tiere und verfügten die Ausweisung eines Sperr- und Beobachtungskreises.

Nach Angaben der Behörde befinden sich allein im Sperrbezirk von Mecklenburg-Strelitz 99 weitere Geflügelhaltungen mit fast 48.000 Tieren. Das Beobachtungsgebiet umfasse insgesamt 410 Halter und etwa 550.000 Tiere. Das Risiko weiterer Ausbrüche dürfte damit anhaltend hoch bleiben. Da die Situation im Landkreis Rostock ähnlich eingeschätzt wird, verhängten die dortigen Behörden vergangene Woche eine umfassende Stallpflicht.

In Schweden bestätigte die Landwirtschaftsbehörde Jordbruksverket den HPAI-Nachweis in einem Putenmastbestrieb mit rund 3.500 Tieren in der südschwedischen Region Skane. Es handelt sich um den siebten Ausbruch der Geflügelpest seit dem erneuten Auftreten der Seuche im Herbst 2020. Schwedens Chefveterinär erwartet erst im Frühjahr mit steigenden Temperaturen ein Abflauen des Krankheitsdrucks.

Polnische Veterinärbehörden meldeten in der vergangenen Woche einen weiteren Seuchenfall in der Woiwodschaft Großpolen. Innerhalb einer bestehenden Beobachtungszone wurde ein Hennenbestand mit 180 Tieren getötet. In dieser Region war es zuvor zu größeren Ausbrüchen mit Herden von teils deutlich mehr als 20.000 Tieren gekommen.

In Russland ist es erstmals zu einer Übertragung der Hochpathogenen Aviären Influenza vom Subtyp H5N8 auf den Menschen gekommen. Russische Behörden bestätigten vorige Woche die Infektionen bei sieben Mitarbeitern einer Geflügelschlachtanlage im Süden des Landes. Bei allen Personen sei die Erkrankung milde verlaufen und sie hätten sich bereits wieder erholt.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 8/2021 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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