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Aufräumarbeiten in Mayschoß an der Ahr. Oft sind es Landwirte, die den Schutt aus den überschwemmten Häusern aufladen und Straßen frei räumen, damit ein Minimum an Infrastruktur wieder möglich wird. Foto: Imago

Vierzehn Tage nach der Hochwasserkatastrophe weichen in den betroffenen Regionen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-­Pfalz die Fluten, aber das Desaster bleibt. Das Ausmaß der Schäden wird an vielen Stellen jetzt erst in Gänze sichtbar. Aus den betroffenen Regionen berichten die Kollegen von der Landwirtschaftlichen Zeitschrift Rheinland auf den folgenden Seiten.

Felder und Wiesen, Obstbäume und Gemüse stehen noch unter Wasser und wenn das Wasser weicht, steht alles im Schlamm. Keller sind zum Teil ein zweites Mal vollgelaufen, es wird immer noch ausgepumpt, Traktoren, Melkmaschinen und andere Geräte auf den Höfen sind beschädigt oder gar verloren. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau geht davon aus, dass die Schäden die Milliardengrenze überschreiten. Der Schlamm auf den Äckern ist ein großes Problem. Er verdichtet den Boden extrem, denn getrocknet ist der feine Schlamm hart wie Beton. Außerdem stellt er ein Altlastenrisiko dar. Als Umweltfolge des Hochwassers muss man feststellen, dass das Wasser etwa an der Ahr die ohnehin dünne Bodenauflage an vielen Hängen mitgenommen hat. Das ist kaum rückgängig zu machen.

Die Feuchtigkeit fördert die Ausbreitung von Pilzen im Wein- und Ackerbau. Die Getreideernte war vielerorts schon angelaufen und musste abgebrochen werden. Das Getreide wäre zwar erntereif, aber die Halme liegen platt auf dem Boden. "Wir haben Geröll auf den Feldern, Laternen und sogar Autos", berichtete Bernhard Rüb, Pressesprecher der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Nach ersten Sichtungen seien 75 bis 100 Höfe in NRW gravierend betroffen, die meisten davon im Kreis Euskirchen, so Rüb. Die Landwirtschaftskammer rechnet damit, dass in NRW landwirtschaftliche Flächen in einer Größenordnung von 15.000 ha im Überschwemmungsgebiet liegen. Davon sind zwei Drittel Grünland und ein Drittel Ackerland. Auf den Ackerflächen ist nicht nur die Ernte verloren, ab August müsste die Rapssaat beginnen.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 30/2021 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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