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Das Erlangen eines "Status" soll Schweinehaltern das Verbringen von Tieren im Seuchenfall erleichtern. Foto: agrar-press

Im Falle des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen ist das Verbringen von lebenden Schweinen aus betroffenen Restriktionsgebieten nach Angaben des Kieler Landwirtschaftsministerium (Melund) nur nach behördlicher Genehmigung und unter den Vorgaben der Schweinepestverordnung (SchwPestV) möglich. Das Verfahren zur Intensivierung der ASP-Früh­erkennung schafft die Voraussetzungen für Schweinehalter, im Seuchenfall einen sogenannten Status zu erlangen, der das Verbringen von Schweinen unter erleichterten Bedingungen ermöglicht.

Die Schweinepestverordnung wurde zuletzt am 31. März geändert. Durch eine Änderung des § 14 f SchwPestV wurde jetzt eine zusätzliche Möglichkeit für ein erleichtertes Verbringen von Schweinen aus Restriktionsgebieten nach einem ASP-Ausbruch bei Wildschweinen geschaffen. Bisher war nach der SchwPestV vorgesehen, dass Ferkelerzeuger mit einer entsprechenden Genehmigung ihre Tiere im Seuchenfall nur dann aus dem Restriktionsgebiet verbringen konnten, wenn sie alle zu verbringenden Ferkel innerhalb von sieben Tagen vor dem Verbringen virologisch und innerhalb von 24 Stunden klinisch untersuchen lassen. Für Mastbetriebe war eine Verbringung zur Schlachtung bisher ausschließlich mit der Untersuchung einer Stichprobe von Schlachtschweinen und einer klinischen Untersuchung möglich.

Durch die Teilnahme am neuen Verfahren können Betriebe im Seuchenfall einen sogenannten Status erlangen. Dieser ermöglicht ihnen das Verbringen von Schweinen aus dem Restriktionsgebiet unter erleichterten Bedingungen und ohne Blutuntersuchungen für die zu verbringenden Schweine.

Eine Statuserteilung kann erst im Seuchenfall durch das zuständige Veterinäramt erfolgen. Dieser Status ist Voraussetzung für eine Ausnahmegenehmigung zum Verbringen von Schweinen aus dem Re­striktionsgebiet.

Innerhalb eines Restriktionsgebiets ist das Verbringen von Schweinen mit geringeren Auflagen (klinische Untersuchung innerhalb von 24 Stunden vor dem Verbringen) verbunden. Das Verfahren ist vor allem für Schweine haltende Betriebe interessant, die regelmäßig Schweine aus ihrem Bestand verbringen. Betriebe, die am Verfahren teilnehmen möchten, sollten sich an das zuständige Veterinäramt wenden.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 20/2020 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

die Informationen zum erleichterten Verbringen von Schweinen im Seuchenfall können auf der Homepage des Melund heruntergeladen werden.

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