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Rund 50 Personen verfolgten die Informationsveranstaltung zum Grünen Band auf Gut Groß Zecher und beteiligten sich an der Podiumsdiskussion mit (v. li.) Dr. Dorit Kuhnt, Dr. Lennart Schmitt, Dr. Liana Geidezis, Dr. Christoph Mager und Hannah Heinevetter (Moderation). Foto: rq

"Der ehemalige Todesstreifen ist zur Lebensader geworden", erklärte Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) bei einer Veranstaltung zur Entwicklung das Grünen Bandes vergangene Woche Donnerstag auf Gut Groß Zecher, Kreis Herzogtum Lauenburg. Der Biotopverbund des Grünen Bandes sei einzigartig in Deutschland, so die Ministerin. In Schleswig-Holstein stünden bereits 110 km von 137 km unter Schutz.

Trotzdem hat der Kieler Landtag beschlossen zu prüfen, wie der Biotopschutz am Grünen Band weiter verbessert werden kann. Laut Dr. Dorit Kuhnt, Staatssekretärin im Kieler Landwirtschaftsministerium (Melund), geht es zunächst darum, die Beteiligten anzuhören und Fragen zu beantworten wie: Was möchte die Region? Was können wir machen? Welche Rolle könnte der Zweckverband Schaalseelandschaft spielen? Kuhnt betonte, dass es sich um einen Prozessauftakt handele und die Diskussion ergebnisoffen geführt werde.

Thüringen hat den Bereich der ehemaligen Grenze mit einem Grünes-Band-Gesetz als Nationales Naturmonument (NNM) ausgewiesen. Uwe Katzenberger, Referatsleiter Schutzgebiete im Thüringer Umweltministerium, berichtete, dass das Gesetz im Dezember 2018 in Kraft getreten sei. In Thüringen seien insgesamt 763 km beziehungsweise 6.500 ha Fläche betroffen. Auf 170 km Länge habe Thüringen Flurbereinigungsverfahren durchgeführt. "Nur ein Gesetz gewährleistet durchgängigen Schutz", erklärte Katzenberger. Ein Umbruchverbot für Dauergrünland sei allerdings die einzige Nutzungseinschränkung. Darüber hinaus hätten alle vorherigen Nutzungen Bestandsschutz. Zudem seien gegen den Willen der Grundeigentümer keine Entwicklungsmaßnahmen möglich.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 38/2021 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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