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Philipp Hoff (li.) und Michael Stöcken wollen für ihre Gäste eine besondere Speisekarte entwerfen: Die Zutaten für die Gerichte sollen ausschließlich von Landwirten aus der Region stammen. Foto: Dr. Robert Quakernack

"Egal ob Fisch, Fleisch, Milchprodukte, Eier, Nüsse, Pilze oder Gewürze – Hauptsache, es kommt aus Schleswig-Holstein", erklärt Landwirt Philipp Hoff. Der Ackerbauer aus Waabs, Kreis Rendsburg-Eckernförde, ist Inhaber des Strandrestaurants Karlsminde. Vom 19. bis 25. Oktober plant Hoff gemeinsam mit seinem Küchenchef Michael Stöcken eine kulinarische Schleswig-Holstein-Woche. Dafür fehlen jedoch noch die passenden Lieferanten regionaler Lebensmittel.

Ob konventionell oder ökologisch produziert, spielt für die beiden keine Rolle. "Wir würden beispielsweise auch zwei Schweine aus einem 4.000er-Maststall nehmen", so Hoff. Die sollten bei Lieferung oder Abholung jedoch zumindest teilzerlegt sein. Ansonsten seien der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wachtelhalter, Kaninchenzüchter, Kräutergartenbesitzer – jeder könne sich melden und seine Waren anbieten. Bei der Preisgestaltung wolle man "fair kalkulieren".

Das Restaurant könne zwar nicht regelmäßig große Warenmengen abnehmen, aber vielleicht gewinne die Aktion Modellchararakter, so Hoff. Es könne eine Inspiration für Landwirte sein, sich grundsätzlich mehr mit Gastronomie zu beschäftigen. "Jeder Bauer sollte seinem Gasthof im Ort etwas anbieten", betont Hoff. Er ist überzeugt, dass regional erzeugte Lebensmittel dankend angenommen würden.

Das Strandrestaurant liegt mitten auf einem Campingplatz mit 600 Stellplätzen, der ebenfalls von Hoff betrieben wird. Die Camper ernährten sich teilweise sehr preisbewusst. Küchenchef Stöcken mache aber auch immer wieder die Erfahrung, dass sich die Kunden freuen, wenn sie neben der Currywurst mal etwas anderes auf der Speisekarte finden. "Wir haben im vergangenen Herbst Dithmarscher Feldhasen aus dem Friedrichskoog bekommen und auf der Speisekarte entsprechende Gerichte angeboten. Das kam gut an", erinnert sich Stöcken. Ansonsten stamme viel Wild, das im Restaurant verarbeitet werde, aus dem Karlsminder Jagdrevier.

 

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 39/2020 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

Landwirte, die sich an der Schleswig-Holstein-Woche beteiligen und gerne mal eine Alternative zu den Großhändlern "mit den bekannten Aufschlägen zwischen Endverbraucher und Erzeuger" ausprobieren wollen, erreichen Hoff und Stöcken per Telefon (0 43 58-99 97 99) oder per E-Mail (info@strandrestaurant-karlsminde.de).

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