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Weil sich der Geflügelpesterreger ausbreitet, gilt in einigen Kreisen Schleswig-Holsteins bereits eine Aufstallungspflicht für Hausgeflügel. Foto: Imago

In einer Geflügelhaltung mit rund 460 Mastgänsen, 2.800 Masthähnchen sowie einer geringen Zahl Ziergeflügel im Kreis Pinneberg ist die Geflügelpest amtlich festgestellt worden.

Nach Angaben des Kieler Landwirtschaftsministeriums wurde das Veterinäramt vergangene Woche Freitag über auffällige Tierverluste in der Haltung informiert. Umgehend sei eine Untersuchung der Tiere durchgeführt worden. Die entnommenen Proben wurden laut Melund im Landeslabor in Neumünster untersucht und aviäre Influenza des Subtyps H5 nachgewiesen. Am späten Freitagabend habe das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) eine Infektion mit dem Geflügelpestvirus des Subtyps H5N1 bstätigt.

Die rechtlich vorgeschriebene Tötung des gesamten Geflügelbestandes und die fachgerechte Entsorgung aller verendeten und getöteten Tiere der Geflügelhaltung seien erfolgt, berichtete das Melund. Um den Ausbruchsbetrieb wurde eine Sperrzone eingerichtet, welche aus einer Schutzzone von mindestens 3 km und einer Überwachungszone von mindestens 10 km besteht. In der Sperrzone gelten bestimmte rechtlich vorgegebene Regelungen für Geflügelhaltungen. Diese umfassen unter anderem ein Verbringungsverbot für lebendes Geflügel. Die Sperrzone umfasst neben Teilen von Pinneberg auch Teile der Nachbarkreise Segeberg und Steinburg. Weitere Informationen können aus den Allgemeinverfügungen der Kreise entnommen werden.

Seit Oktober ist laut Melund bei bisher 55 Wildvögeln in den Kreisen Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg und Plön die Geflügelpest nachgewiesen. Bisher wurde in fast allen Fällen das Geflügelpestvirus des Subtyps H5N1 festgestellt. Das betroffene Artenspektrum umfasst verschiedene Gänse (Nonnen-, Grau-, Ringel-, Brandgans), Enten (Pfeif-, Stockente), Möwen (Mantel-, Lach-, Silbermöwe), Regenpfeiferartige (Großer Brachvogel, Austernfischer) sowie einen Bussard.

Oberste Priorität hat dem Ministerium zufolge der Schutz der Geflügelhaltungen vor einem Eintrag des Geflügelpesterregers. Alle Geflügelhalter sind daher zum Schutz der eigenen Tiere, unabhängig von der Größe des jeweiligen Bestands, dazu aufgerufen, ihre betrieblichen Biosicherheitsmaßnahmen wo nötig zu verbessern und unbedingt konsequent umzusetzen.

 

Den komplettne Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 45/2021 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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