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Die Arbeitsgemeinschaft tagte im Detlef-Struve-Haus am Grünen Kamp unter den geltenden Corona-Auflagen. Foto: Tonio Keller

Das erste Mal seit dem Corona-Ausbruch tagten die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Schweinehaltung ohne elektronische Hilfsmittel gemeinsam im Detlef-Struve-Haus in Rendsburg. Und Gemeinsamkeit, das wurde deutlich, wird auch auf Dauer gefragt sein, will man die vielen anstehenden Themen bewältigen.

Als Tierhalter kenne man die Auswirkungen von Viren auf die Gesundheit, erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft und Vizepräsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein (BVSH), Dietrich Pritschau, zu Beginn. Entsprechend respektvoll gehe man mit Corona um. Bezüglich der 7. Änderungsverordnung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV), die am 23. Juni nach monatelangem Gezerre im Bundesrat verabschiedet worden war, meinte der Vorsitzende, die Zeitdauer habe den Tierhaltern nicht zum Besseren gereicht. Auch er sehe die Stimmung in der Landwirtschaft als gedrückt an, forderte aber, gemeinsam nach vorn zu sehen und die großen Ströme in der Gesellschaft aufzunehmen. Die Entscheidung zur TierSchNutztV zeige, wie wenig Rücksicht Politik heute nehme auf Finanzierbarkeit und Praktikabilität der Gesetzgebung. Doch sei es wichtig, sich auf den Weg zu machen.

Zu Beginn lotete Pritschau aus, wie die Teilnehmer die Marktsituation angesichts der Schlachthofsperrung bei Tönnies bewerten. Die Vermarkter sprachen von einem zunehmenden Stau in den Mastställen, der sich auf den Ferkelsektor auswirke. Auch die Schlachtsauenvermarktung und der Jungsauenverkauf seien entsprechend schwierig. Zudem brächten die Entwicklungen in der Fleischverarbeitung weiteren Schwung in die politische Diskussion gegen die Schweinehaltung. Selbst eine Öffnung des Schlachthofes Rheda-Wiedenbrück werde zu Beginn nur eine geringe Marktentlastung bringen. Die Überlegungen zu einer privaten Lagerhaltung von Schweinehälften ordnete Nicolai Wree, Referent für Tierhaltungsfragen im BVSH, als schwer umsetzbar ein. Die private Lagerhaltung sei ein EU-rechtliches Konstrukt. Wichtig sei, dass die Schlachthäuser die behördlichen Maßnahmen umsetzten, um wieder anfahren zu können.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 29/2020 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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