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Trecker blockierten das Aldi-Zentrallager im März 2020. Foto: Mechthilde Becker-Weigel

Der Agrardialog ist ein Diskussionsforum von Landwirtschaft, Lebensmittelhandel und Verarbeitungswirtschaft, das sich im Anschluss an die Blockaden von Lebensmittellagern durch Landwirte gegründet hat. Die neutrale Moderation zwischen den Parteien hat die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) übernommen, die jetzt über die Entwicklung der Gespräche berichtet.

Die Diskussionsschwerpunkte des Agrardialogs sind unter ande­rem die Modernisierung der Lie­ferbeziehungen und die Verbes­serung der Marktstellung für die Landwirte. Ziel soll es sein, wirksa­me Lösungen zu erarbeiten, die ei­nen Beitrag zur Stärkung der Land­wirtschaft leisten können. Verbände und Unternehmen aus der Molkereiwirtschaft und der Fleisch­ branche sind der Gesprächsplatt­ form in der Zwischenzeit beigetre­ten. Der Agrardialog besteht aus einem Lenkungskreis und den drei Arbeitsgruppen Schwein, Milch und Herkunftskennzeichnung. Die DLG hatte die Moderatorenrolle eingenommen in den Gesprächen zwischen verschiedenen landwirtschaftlichen Gruppen und Orga­nisationen, zu denen Land schafft Verbindung e. V., LsV D, Europäi­sches Milchboard (EMB), Bundes­ verband Deutscher Milchviehhalter (BDM), Freie Bauern und Gruppe 39/60 zählen, und den Lebensmit­ teleinzelhandelsunternehmen Aldi Nord, Aldi Süd, Edeka, Kaufland, Lidl und Rewe sowie dem Bundes­ verband des Deutschen Lebensmit­ telhandels (BVLH) und mittlerwei­le Unternehmen wie Tönnies und DMK.

Die Vertreter der teilnehmenden Organisationen und Unternehmen haben sich in den Arbeitsgruppen Milch, Schwein und Herkunfts­kennzeichnung auf verschiedene Maßnahmen verständigt. Die AG Schwein analysiert die Rahmenbdingungen für eine gemeinsame vertragliche Zusammenarbeit auf Basis der Vollkosten und Risikozu­ lagen in der Produktion der gesam­ ten Wertschöpfungskette. Mit der Erhebung von Datengrundlagen (Produktionsdaten, Mengen, Kos­ten, Kundenstrukturen, Qualitäten, Veredelungstiefe), ihrer Kalkulation und vertraglichen Einbindung soll unter strikter Beachtung aller kartellrechtlichen Anforderungen ein besseres Verständnis der Wertschöpfungskette untereinander erreicht werden.

In der AG Milch werden verschie­dene Wege ausgelotet, wie für die Milchviehhaltung potenziell höhe­re Erlöse in der Wertschöpfungsket­te nachhaltig erzielbar wären. Da­bei werden diverse Möglichkeiten der Mehrwertgenerierung, die auf eine Verminderung der Austauschbarkeit zielen, in Vergleich zu ei­nem Basisprodukt herausgearbei­tet und priorisiert.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 20/2021 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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