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Das Friedrich-Loeffler-Institut hat weitere ASP-Infektionen bestätigt. Foto: Imago

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigte am Mittwoch zwei weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Brandenburg. Ein neuer Befund stammt aus dem Landkreis Märkisch-Oderland (MOL), also außerhalb des bisherigen gefährdeten Gebietes, nur wenige Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Die bestehenden Schutzzonen und Schutzmaßnahmen werden angepasst. Beim zweiten Fall handelt es sich um einen Kadaver im bisherigen Kerngebiet. Insgesamt wurden bis Mittwoch 38 Fälle von ASP bestätigt.

Der neue ASP-Fundort befindet sich 60 km nördlich des ersten Gefährdungsgebiets, ebenfalls in unmittelbarer Nähe zur deutsch-polnischen Grenze. Bereits am Dienstagabend wurde ein Krisenstab in dem betroffenen Landkreis eingerichtet. Das Land Brandenburg muss nun die bestehenden Schutzzonen und Schutzmaßnahmen entsprechend anpassen, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern. Beim jüngsten Fall in Bleyen handelt es sich um einen Überläufer, der von einem Jäger erlegt wurde. Beim Aufbrechen des Tiers wurden Veränderungen an den inneren Organen festgestellt, die durch ASP verursacht werden können.

Nach der positiven Bestätigung durch das FLI wurden über eine Allgemeinverfügung des Landkreises die konkreten Maßnahmen festgelegt. In der 4 km weiten Kernzone um den Erlegungsort sowie dem gefährdeten Gebiet mit einem Radius von 15 km ist eine absolute Jagdruhe von drei Wochen angeordnet. Zudem sind alle landwirtschaftlichen Tätigkeiten auf den Ackerflächen bis zur Freigabe durch das Veterinäramt untersagt.

Mit dem Fund der ersten infizierten Wildschweinkadaver waren in Brandenburg bis auf Kreisebene die Abläufe vorgeschrieben. Für die Landwirtschaft wurde ein flächendeckender Standstill ausgerufen und die Suche nach Infektions-Hotspots in den Schwerpunktgebieten begann.

Auf Basis dieser Arbeit konnten erste Lockerungen für die Feldarbeit und Erntebergung veranlasst werden. Der Landeskrisenstab hatte Ende der Vorwoche eine schrittweise Aufhebung der Nutzungsbeschränkungen beschlossen, ausgenommen ist das Kerngebiet.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 40/2020 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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