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Landwirte demonstrieren seit Dienstag mit ihren Schleppern vor dem BMEL in der Wilhelmstraße in Berlin. Foto: Catrin Hahn

Mit einem Großaufgebot an Schleppern protestierten am Dienstag dieser Woche wieder zahlreiche Landwirte in Berlin gegen eine aus ihrer Sicht verfehlte Agrarpolitik und schärfere Umweltgesetze. Sie fordern höhere Erzeugerpreise für ihre Produkte. Organisiert wurde der Protest von der Initiative "Land schafft Verbindung" (LsV). Angemeldet seien die Demonstrationen und Mahnwachen in der Hauptstadt bis zum Sonntag, hieß es.

Unter dem Motto "Bauern in Berlin – gekommen um zu bleiben" brachten die Bauern mit ihren Schleppern ein Forderungspapier für Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) in die Hauptstadt. Sie wollten vor den Bundesministerien für Landwirtschaft (BMEL) und Umwelt (BMU) ausharren, bis die Ministerinnen zum Gespräch bereit seien. Außerdem wurde von Landwirten in Berlin-Mitte auf dem Alexanderplatz Stellung bezogen, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Sie pochen auf Entlastungen bei den Auflagen für die Landwirtschaft, Hilfen für die aktuell von Krisen betroffenen Agrarbetriebe und auf auskömmliche Preise für ihre Produkte.

In ihrem Forderungskatalog, erwarten die demonstrierenden Landwirte Entlastungen bei den Auflagen für die Landwirtschaft, Hilfen für die aktuell von Krisen betroffenen Agrarbetriebe und vor allem auskömmliche Preise für ihre Produkte, dazu zählen sie:

  • die sofortige Aussetzung der Düngeverordnung 2021 und aller 2020 beschlossenen Verordnungen und Gesetze betreffend Ackerbau, Feldfuttergewinnung und Nutztierhaltung, bis die Rahmenbedingungen für diese erhöhten Standards über angepasste Erzeugerpreise geschaffen sind
  • Tilgungsaussetzungen und Liquiditätsdarlehen für Vieh haltende Betriebe, um zumindest zur kommenden Aussaat die Felder zu bestellen
  • künftig auf Augenhöhe mit dem Lebensmittelhandel und den Verarbeitern sprechen, statt lediglich einer Ombudsstelle oder eines Verhaltenskodex
  • gleiche Produktionsstandards auf dem europäischen Binnenmarkt und Herkunftskennzeichnung in Klarschrift für alle Produkte und Produktbestandteile ab 1 % Volumen
  • Verordnungen wie TA-Luft, Insektenschutzprogramm, Moorschutzstrategie, Initiative-Tierwohl-Haltungsformen aussetzen, bis diese zusätzlichen Dienst- und Umweltleistungen ordentlich am Markt über angepasste Erzeugerpreise entlohnt werden
  • sofortige Einführung eines Erzeugerkosten-Index und Markt-Krisenmanagements, welche wirtschaftlich auskömmliche Preise nachhaltig sichern
  • sofortige Auszahlung von Corona- und ASP-Hilfen

 

Den kompletten Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 4/2021 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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