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Ein Trecker-Flashmob fand am Mittwoch in Bad Bramstedt, Kreis Segeberg, statt. Foto: Nils Kroeger/Steinburger Agraraction

Die Traktorproteste der Landwirte gehen an verschiedenen Orten weiter. Hunderte Landwirte aus der Grenzregion beteiligten sich am Mittwoch an Demonstrationen in den Niederlanden. Die Vereinigung "Land schafft Verbindung" (LsV) hatte zu einem landesweiten Schlepper-Flashmob aufgerufen. Bereits in der vorigen Woche protestierten in Wiesbaden und Mainz wieder Tausende Landwirte mit Traktoren.

Landesweit beteiligten sich am Mittwoch Landwirte an einem Trecker-Flashmob. In Videobotschaften, die über Whats-App-Gruppen verteilt wurden, hatten die Organisatoren von LsV zu den Protestfahrten aufgerufen, die zwischen 16.30 und 17 Uhr in ganz Deutschland stattfinden sollten. Die Landwirte sollten mit ihren Traktoren auf gut sichtbaren Parkplätzen und an Hauptstraßen stehen, um gegen die aktuelle Agrarpolitik zu demonstrieren.

In den Niederlanden fanden am Mittwoch ebenfalls wieder große Bauernproteste der Organisation "Farmers Defence Force" (FDF) statt. Hunderte Landwirte aus den grenznahen Regionen Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens solidarisierten sich mit den holländischen Kollegen und beteiligten sich mit ihren Traktoren.

Bereits in der vorigen Woche versammelten sich in Wiesbaden vor dem hessischen Umweltministerium laut Polizeiangaben rund 2.800 Teilnehmer mit etwa 1.500 Traktoren. Die Landwirte bekräftigten ihre Kritik an unbefriedigenden politischen Rahmenbedingungen. Der Präsident des Hessischen Bauernverbandes (HBV), Karsten Schmal, forderte eine Politik mit Maß und Ziel, die der Landwirtschaft Perspektiven eröffne, anstatt diese abzuwürgen. Gerade die sehr gut ausgebildete und motivierte Jugend brauche Perspektiven und unternehmerische Freiräume anstelle von immer kostentreibenderen Auflagen und Restriktionen. Hessens Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Grüne) betonte den "unersetzbaren Beitrag" der Landwirte für die Gesellschaft, mahnte zugleich aber eine "enkeltaugliche" Landwirtschaft an, die Böden, Klima und Gewässer schone, die Artenvielfalt erhalte und kleinen Betrieben eine Perspektive gebe. Zu der Demonstration in Mainz kamen laut Polizeiangaben etwa 500 Landwirte mit ihren Schleppern. Ein zentraler Kritikpunkt war dabei das Nitratmessstellennetz, das nicht repräsentativ sei.

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