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Die Aufnahmehäufigkeit der Sentinel-Satelliten ermöglicht die Nutzung der Bilder für das Sammelantragsverfahren. Foto: ESA

Die Digitalisierung hat in vielen Bereichen des Lebens zugenommen. Gerade jetzt in der besonderen Zeit mit Corona werden diverse Abläufe in die digitale Welt verschoben. Auch in der Agrarverwaltung wird solch ein Weg beschritten. Das sogenannte Flächenmonitoring wird daher ab diesem Jahr in Schleswig-Holstein einge- setzt.

Flächenmonitoring ist ein Verfahren der regelmäßigen und systematischen Beobachtung, Verfolgung und Bewertung landwirtschaftlicher Tätigkeiten und Methoden auf landwirtschaftlichen Flächen. So jedenfalls lautet die offizielle Bezeichnung für ein Instrument zur Beobachtung von landwirtschaftlichen Flächen. Hinter dem Flächenmonitoring für die Agrarförderung verbirgt sich die Auswertung von frei verfügbaren Satellitenbildern. Im Bereich der geografischen Fernerkundung ist diese Methode nicht unbekannt und wird vonseiten der landwirtschaftlichen Beratung oder von großen Handelsunternehmen bereits einige Jahre angewendet. Dazu liefern die Satelliten der Sentinel-Reihe sehr häufig Aufnahmen von ganz Schleswig-Holstein.

Bereits seit Längerem wird etwa jährlich ein neues Bild von der Landesfläche erstellt. Diese Aufnahmen werden als aktuelle Bilder in dem Programm zum Sammelantrag gezeigt, um das Einzeichnen von Parzellen einfacher zu gestalten. Zudem werden diese Bilder genutzt, um das Referenzsystem, also die Feldblöcke, aktuell zu halten. Allerdings sind dies immer noch Bilder eines Überflugs per Flugzeug. Ein Grund dafür ist die Möglichkeit, spontan reagieren zu können, um Wolkenbedeckung auszuschließen. Ein weiterer Punkt ist die deutlich höhere Bildqualität dieser Luftaufnahmen. Diese Vorteile haben die Satellitenbilder nicht.

Die Aufnahmen erfolgen nicht anhand des Wetters, sondern folgen einem festen Plan in der Umlaufbahn der Erde. Es kann daher vorkommen, dass eine Serie an Bildern aus Wolkenaufnahmen besteht. Dieser Nachteil wird durch die Aufnahmehäufigkeit ausgeglichen. Weite Teile der Erde werden etwa alle fünf Tage überflogen und erfasst. Durch die Erdkrümmung kommt es in den nördlichen und südlichen Gebieten der Erde zu Überlappungen, sodass Scheswig-Holstein etwas häufiger abgedeckt wird.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 12/2021 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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