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Eine wachsende Flut von Daten ist ein Kennzeichen von Fortschritten in der Digitalisierung. Ihre Verarbeitung birgt Potenzial, bringt aber auch Schwierigkeiten mit sich. Foto: Imago

"Orchestrierung von Forschungsförderung – Notwendige digitale Dateninfrastrukturen" lautete der Titel eines am Dienstag vom Deutschen Bauernverband (DBV) ausgerichteten Fachforums zur digitalen Internationalen Grünen Woche. Ein wesentliches Kennzeichen von Fortschritten in der Digitalisierung sei eine wachsende Flut von Daten. Worin die Potenziale und Schwierigkeiten liegen, diese mithilfe standardisierter Schnittstellen auf einem Portal zugänglich zu machen und in der Praxis nutzen zu können, erörterten drei Digitalisierungsexperten.

Prof. Engel Hessel, Unterabteilungsleiterin Digitale Innovation und Digitalisierungsbeauftragte im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL), betonte die zentrale Rolle von Daten für das Precision Farming und Smart Farming. Im ländlichen Raum gebe es jedoch erheblichen Nachholbedarf bei der digitalen Infrastruktur und auch die Gesetzgebung könne mit der rasanten Entwicklung kaum Schritt halten. Das BMEL erstelle derzeit eine digitale Serviceplattform, auf der die für Landwirte wichtigsten Informationen standardisiert verknüpft und mit nur einem Login abrufbar sein sollen.

Für Prof. Uwe Freiherr von Lukas, Informatiker und Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung, muss es auch darum gehen, strukturell etwas zu ändern und Kompetenzen zu bündeln. Der Anspruch müsse sein, Partner für Anwender und Technologieunternehmen für die nächsten Jahrzehnte zu sein, betonte von Lukas. Wichtig sei eine Datenökonomie und Datensouveränität, so der Informatiker.

Die Produktivität der deutschen Landwirtschaft stehe vor dem Zusammenfall, "wenn wir nicht anfangen, die Technologien und Innovationen auf die Äcker zu bringen", erklärte Jörg Migende, Chief Development Officer der BayWa, vor dem Hintergrund der Farm-to-Fork-Strategie und der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik energisch. Migende appellierte, sich beim Etablieren einer gemeinsamen Datenplattform für die Landwirtschaft nicht entmutigen zu lassen. "Die Zeit läuft uns davon. Ich weiß nicht, wie wir es sonst hinbekommen wollen", fügt Migende mit Blick auf steigende Anforderungen der Gesellschaft und den wachsenden Druck auf die Landwirte hinzu. Einzelne Bundesländer dürften bei der Umsetzung keinen Egoismus an den Tag legen. Für ihn ist die Digitalisierung eine Möglichkeit, "Nachhaltigkeit in ökologischer, ökonomischer und sozialer Form nach vorne zu bringen".

Den vollständigen Artikel sowie weitere Beiträge zu den Fachforen der Internationalen Grünen Woche digital lesen Sie in der Bauernblattausgabe 3/2021 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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