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Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus wirken sich auch auf die Landwirtschaft aus. Foto: pixabay

Das Corona-Virus trifft auch die deutsche Landwirtschaft. Ministerin Julia Klöckner (CDU) hat daher schnelle Lösungen zur Unterstützung des Warenverkehrs sowie der Sicherstellung der Produktion versprochen. Dringend erforderlich ist laut der Ministerin die Absicherung einer funktionierenden Infrastruktur in der Lebensmittelkette. Dazu zählt sie insbesondere auch Maßnahmen zur Sicherstellung der landwirtschaftlichen Saisonarbeit.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium und das Bundesinnenministerium haben sich dazu auf ein gemeinsames Konzept verständigt, das Ausnahmen von den geltenden Einreisebeschränkungen für Saisonarbeitskräfte vorsieht. Demnach sollen in den Monaten April und Mai jeweils rund 40.000 Saisonarbeiter einreisen können. Da bereits rund 20.000 Arbeitskräfte bis zum aktuellen Einreisestopp Mitte vergangener Woche nach Deutschland eingereist waren, könnten ab Mai etwa 100.000 Saisonarbeiter vornehmlich aus Rumänien und Bulgarien zur Verfügung stehen.

Die Einreise darf ausschließlich mit dem Flugzeug erfolgen. Die Bundespolizei soll zusammen mit den Landesbauernverbänden die Flughäfen festlegen, über die die Einreise erfolgt. Die Erntehelfer müssen sich bei der Einreise einem standardisierten Gesundheitscheck unterziehen.

Die Arbeitskräfte müssen von den Betrieben direkt am Flughafen abgeholt werden. Die Betriebe haben zu gewährleisten, dass Arbeiten und Wohnen in gleichbleibenden Gruppen von fünf bis zehn, maximal jedoch rund 20 Personen erfolgt. Mit Ausnahme von Familien darf die Zimmerbelegung mit höchstens halber Kapazität erfolgen. In den Unterkünften sind detaillierte Hygieneregeln einzuhalten. Auch beim Arbeiten sowie dem Transport zwischen Unterkunft und Einsatzort gelten die Infektionsschutzregeln. Während der ersten 14 Tage unterliegen die Saisonkräfte einer faktischen Quarantäne. Das heißt, sie müssen getrennt von den bereits vorhandenen Arbeitern untergebracht und bei der Arbeit eingesetzt werden.

Mehr Informationen zum Corona-Virus und was landwirtschaftliche Betriebe zu beachten haben, finden sich – laufend aktualisiert – auf der Internetseite des Bauernverbandes Schleswig-Holstein: bauern.sh

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