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Laut DBV muss ein aktives Wolfsmanagement endlich in die Praxis umgesetzt werden. Foto: Pixabay

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hält eine Regulierung des Wolfsbestands hierzulande für unausweichlich. "Der Naturschutz darf die Verantwortung für den Wolf nicht beim Herdenschutz und den Weidetierhaltern abladen, sondern eine Regulierung des Wolfsbestands in Deutschland ist dringend erforderlich", erklärte der DBV-Umweltbeauftragte und Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd, Eberhard Hartelt.

Herdenschutz alleine sichere keine Koexistenz von Weidetierhaltung und Wölfen, so Hartelt. Praktikable Herdenschutzmaßnahmen könnten Wolfsrisse nämlich nicht sicher verhindern. Zugleich verursachten sie im landwirtschaftlichen Betrieb hohe Kosten und einen enormen Aufwand. Hinzu komme, dass die exponentielle Entwicklung des Wolfsbestands zu wachsenden und zunehmend existentiellen Problemen für die Weidetierhalter führe.

Daher müsse der vom neuen Bundesnaturschutzgesetz eröffnete und längst überfällige Einstieg in ein Wolfsmanagement jetzt auch konsequent in der Praxis genutzt werden und dürfe nicht von den Ländern "ausgesessen" werden, betonte Hartelt. Ein Handlungsleitfaden für die Umsetzung eines aktiven Wolfsmanagements in der Praxis liege ausgearbeitet vom Aktionsbündnis Forum Natur vor. Die Spielräume des europäischen Naturschutzrechts, auf dessen Basis Länder wie Frankreich, Schweden und Finnland eine Schutzjagd des Wolfes durchführten, müssten auch in Deutschland genutzt werden.

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