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In Zukunft werden ASP-Suchhunde-Teams für die Schwarzwild-Fallwildsuche eine wichtige Rolle übernehmen. Foto: Anna Lena Kaufmann

Die Afrikanische Schweinepest kam mit einem Wildschwein nach Deutschland. Um den Fortgang der ASP einzugrenzen, werden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, doch zuallererst muss das verendete Tier gefunden werden. In Zukunft werden ASP-Suchhunde-Teams für die Schwarzwild-Fallwildsuche eine wichtige Rolle übernehmen. In Schleswig-Holstein gibt es inzwischen mehrere Gespanne, die speziell dafür ausgebildet wurden (das Bauernblatt berichtete in Ausgabe 35 am 29. August). Denn nicht die Arbeit auf der Fährte, sondern die Aufnahme der Schwarzwildwitterung aus der Luft ist hier gefordert. Lebendes Schwarzwild soll dagegen nicht gehetzt werden.

Die Ausrüstung der Suchstaffeln mit Schutzkleidung ist ein Engpass. Es fehlt den neu ausgebildeten Hundeführern an Ausrüstung (Sauenschutzhosen und dringend Sauenschutzwesten für die Hunde). Die Anfertigung so einer Schutzweste für den Hund dauert im Schnitt vier bis sechs Wochen und die Kosten liegen bei zirka 600 € pro Tier, je nach Größe des Hundes. Hinzu kommt nach dem Einsatz die zwingend erforderliche Desinfektion oder gar Vernichtung der gebrauchten Schutzwesten zur Einhaltung des Hygienekonzeptes.

"Hier wollen wir helfen", erklärt Dietrich Pritschau, Vizepräsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Schweinehaltung. Dazu hat der Bauernverband ein Konto eingerichtet, auf dem er Spenden sammelt, die den Staffeln übergeben werden sollen. "Diese Staffeln wurden bis heute mit viel Engagement und Eigenmitteln ausgebildet. Das wenigste, was wir Tierhalter tun können, ist, dieses mit einem eigenen finanziellen Beitrag zu belohnen und zu fördern", so Pritschau. Der Bauernverband werde sich ebenso mit einer Spende beteiligen, sagte Pritschau zu.

Ein Spendenkonto wurde vom Bauernverband Schleswig-Holstein eingerichtet. IBAN: DE76 2169 0020 0105 8020 08 Verwendungszweck: ASP

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