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Landwirtschaftsminister Cem Özdemir hat den Ökolandbau als Leitbild seiner Politik ausgerufen. Foto: Agrar-Press

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) will ­seine Politik an den vorliegenden Konzepten für eine Weiterentwicklung des Agrar- und Ernährungssektors ausrichten. Die Papiere der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) und der Borchert-Kommission enthielten "tolle Ideen", sagte der Grünen-Politiker vergangene Woche Freitag in der Bundestagsdebatte zu den Grundzügen seiner Politik in dieser Legislaturperiode.

Man habe in der Agrarpolitik kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem, betonte Özdemir. Das werde man ändern. Der Minister bekräftigte die Ankündigung im Koalitionsvertrag, die Landwirte beim Umbau der Tierhaltung zu unterstützen. Dazu beitragen werde auch eine verbindliche Haltungs- und Herkunftskennzeichnung. Zudem werde man daran arbeiten, Asymmetrien zulasten der Erzeuger in der Wertschöpfungskette zu beenden. Özdemir wies darauf hin, dass derzeit von jedem Euro, den Verbraucher für Schweinefleisch bezahlten, lediglich 22 ct bei den Landwirten ankämen. Das sei "eine Sauerei", und das werde man ändern.

Drei Kernziele

Özdemir nannte drei Kernziele seiner Politik. Zum einen gehe es darum, "dass alle hochwertige und bezahlbare Lebensmittel bekommen". Daneben wolle er erreichen, dass die Landwirte von ihrer Arbeit leben könnten "und dafür die Wertschätzung erfahren, die sie verdienen". Dabei wolle er schließlich Klima, Umwelt und Artenvielfalt schonen und den Tierschutz in der Landwirtschaft voranbringen. Als sein agrarisches Leitbild bezeichnete der Minister den ökologischen Landbau. Dessen Merkmale seien "weniger Pestizide, weniger Dünger und mehr Natur". Özdemir bekräftigte das Ziel der Ampelkoalition, den Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen sowie der Ökoprodukte in den Regalen bis 2030 auf 30 % zu erhöhen. In der Ernährungspolitik setzt der Grünen-Politiker auf die Entwicklung einer Ernährungsstrategie. Ziele seien weniger Zucker, Fette und Salz in den Produkten, eine Reduzierung der Lebensmittelverschwendung sowie eine Förderung von regionalem und ökologischem Essen in der Gemeinschaftsverpflegung.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 3/2022 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.



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