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ASP kurz vor der deutschen Grenze. Foto: Agra-Europe

Der Fund von mehreren an der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verendeten Wildschweinen in unmittelbarer Nähe der deutsch-polnischen Grenze lässt hierzulande alle Alarmglocken schrillen. Die polnischen Veterinärbehörden und das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigten weitere Fälle im Nachbarland, wonach die Seuche bis auf nur noch 12 km an deutsches Staatsgebiet herangerückt ist.

Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums wird es erneut ein Arbeitstreffen von Ressortvertretern mit Fachleuten aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen geben sowie daran anschließend ein deutsch-polnisches Fachgespräch in Warschau. Bei beiden Treffen soll es unter anderem um die Ausgestaltung einer sogenannten "weißen Zone" gehen. Diese Maßnahme hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ihrem polnischen Amtskollegen bereits am Montag vorgeschlagen.

Ein solcher eingezäunter Bereich im Grenzgebiet soll ein effektives Wildmanagement ermöglichen und verhindern, dass infizierte Wildschweine aus Polen nach Deutschland einwandern, erläuterte das Ministerium. So sei 2018 dadurch verhindert worden, dass ASP-positive Wildschweine von Belgien ins benachbarte Frankreich eingewandert seien.

Eine Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts betonte allerdings, dass sich an der Bedrohungslage in Bezug auf die ASP nichts geändert habe. Zudem sei keinesfalls sicher, dass ein erster ASP-Fall in Sachsen oder Brandenburg erfolgen müsse. Wichtigster Überträger sei nach wie vor der Mensch, wie der einzelne Ausbruch der Seuche in Belgien mit hoher Wahrscheinlichkeit gezeigt habe.

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