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Die Afrikanische Schweinepest ist bei Wildschweinen in Brandenburg festgestellt worden. Foto: Landpixel

Der amtliche Verdachtsfall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Brandenburg hat sich mittlerweile bestätigt. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hatte am Mittwochabend, 9. September, mitgeteilt, dass das Landeslabor Berlin-Brandenburg den Verdacht bei einem gefundenen Wildschweinkadaver wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze bei Guben im Spree-Neiße-Kreis festgestellt habe. Eine zweite Probe des betreffenden Kadavers wurde vom nationalen Referenzlabor, dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), untersucht und das Virus ebenfalls nachgewiesen, berichtete Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) am Donnerstagmorgen gegenüber der Presse in Berlin.

Da sich der ASP-Fall bestätigt hat, dürfte von den zuständigen Behörden vor Ort ein gefährdetes Gebiet mit einem Radius von 10 bis 15 km um den Fundort eingerichtet werden, in dem ein Verbringen von Schweinen ohne Untersuchung und Auflagen nicht mehr möglich ist. Auch die Einstallung von Tieren dürfte nur noch mit Genehmigung erlaubt sein. Zusätzlich dürfte ein eingezäuntes Kerngebiet mit einem Radius von 3 bis 5 km um die Fundstelle errichtet werden, in welchem die Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen für sechs Monate beschränkt oder verboten werden kann. Der Personen- und Fahrzeugverkehr wird dort ebenfalls Beschränkungen unterliegen. In der Pufferzone mit einem doppelt so großen Radius wie der gefährdete Bezirk dürften Auflagen für den Transport von Schweinen erlassen werden.

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